Im Job

Die wirtschaftlichen Kennzahlen in Pankow sind von kleinen und mittleren Unternehmen geprägt. Drei von vier Betrieben haben weniger als fünf Mitarbeiter. Hinzu kommt mit der vor allem in Prenzlauer Berg ausgeprägten Kreativwirtschaft ein nicht zu unterschätzender Branchenzweig. Wirtschaftliche Impulse gehen vor allem von Unternehmern und Selbstständigen aus. Sie haben die Möglichkeit, neue Farbe in den Kiez zu bringen. Das Verständnis von Wirtschaft ist im Bezirk zu sehr auf die Unterscheidung von guten und schlechten Arbeitsplätzen fokussiert. Dadurch entsteht eine restriktive, zum Teil ablehnende Haltung gegenüber möglichen Ansiedlungen. Hier setzen wir an!

Die FDP in Pankow steht für die Schaffung und den Erhalt von Arbeitsplätzen:

  • Im Bezirk sind Konzepte aufzustellen, die die Schwerpunktbranchen besser vernetzen. Bereits vorhandene Stärken wie die Biomedizin, Biotechnologie, Biotronik in Buch, die Kreativwirtschaft und der Tourismus in Prenzlauer Berg, oder die auf eine lange Tradition zurückblickenden Gewerbehöfe in Weißensee sind hinsichtlich ihrer Zukunftsfähigkeit fortzuentwickeln. Unabhängig von der Schwerpunktsetzung ist die FDP in Pankow offen für Ansiedlungen in allen Branchen.
  • Zum Gewerbe gehören auch Diskotheken wie der vom Bezirk vernachlässigte Knaack-Club, das nach viel Ärger doch noch verbliebene Icon, der nach Kreuzberg verscheuchte Magnet-Club oder Gaststätten, deren Wegzug die Lebensqualität im Bezirk beeinträchtigt. Der massive Wegzug gerade in Prenzlauer Berg zeigt auf, dass der Umgang mit Betrieben dieser Branchen stark verbesserungswürdig ist.
  • Gewerbezentren und Handwerks- sowie Gewerbehöfe sind ein wichtiger Bestandteil der wirtschaftlichen Infrastruktur im Kiez. Wir wollen diese erhalten und bei Neuansiedlungen unterstützen.
  • Die Unternehmen in Pankow sollen die Möglichkeit behalten, auf die Expertise einer Energie- und Effizienzagentur zurückzugreifen.

Der Bezirk muss eine aktive Ansiedlungspolitik für Unternehmen betreiben. Die Attraktivität in Pankow ist durch folgende Maßnahmen zu steigern:

  • Genehmigungsverfahren in Pankow müssen beschleunigt werden. Die FDP in Pankow wird sich deshalb weiterhin dafür einsetzen, dass Antragsverfahren für die Antragsteller durch verbindliche Übersichten der benötigten Unterlagen („Checklisten") erleichtert werden.
  • Die FDP in Pankow setzt sich in einzelnen Bereichen wie bei Gaststätten dafür ein, Antragsverfahren durch Anzeigeverfahren zu ersetzen.
  • Wir fordern eine verbindliche Frist, in der Anträge durch das Bezirksamt bearbeitet werden müssen.
  • Wir erwarten vom Bezirksamt, bei jeder Beschwerde über Lärm und andere Unannehmlichkeiten, die bei der gewerblichen Arbeit entstehen, auch die Belange von Handwerk und Gewerbe zu berücksichtigen. Handwerks-und Gewerbehöfe sowie Wochenmärkte, Kneipen und Nachtclubs können in Einzelfällen von Anwohnern als störend empfunden werden. Deshalb wird sich die FDP für einen schonenden Interessenausgleich einsetzen. Industrie-und Handwerksbetriebe schaffen Arbeit – Arbeit, die manchmal laut ist oder stinkt. Dennoch ist sie wichtig für den Kiez und gehört dazu.
  • Um mehr Arbeitsplätze in Pankow zu schaffen, brauchen wir mehr Unternehmensgründer. Sie leisten viel für unseren Bezirk und müssen unterstützt und ermutigt werden. Die FDP in Pankow setzt sich für die Neuerrichtung eines Gründerhauses ein. Hier ist sicherzustellen, dass geeignete Ansprechpartner vom Bezirk bzw. vom Land zur Verfügung stehen.
  • Restriktionen wie die Beschränkung der Anwohnerparkausweise bei Gewerbetreibenden auf regelmäßig zwei Personen sind aufzuheben.
  • Die FDP in Pankow setzt sich für ein für einen berlinweiten Parkausweis für Handwerker, mobile Pflegedienste und vergleichbare Gewerbe.
  • Einem generellen Heizpilzverbot wird die FDP in Pankow nicht zustimmen.